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Die Leggenden vom Reich der Fanes

Südtirol und speziell di Dolomiten sind bekannt für ihre malerischen Leggenden über Helden und Prinzessinen, Zwerge und alte Bergbewohnerinnen auch Anguanes genannt. Diese Leggenden sind Teil unserer ladinischen Kultur, denn Sie erzählen auch vom normalen Leben und enthalten die Hoffnungen und die Ängste der Bewohner dieser Berge zur damaligen Zeit. Unsere Leggenden sind somit wichtige Zeitzeugen von reellen Ereignissen, natürlich mit dem Vergehen der Zeit und durch die mündliche Überlieferung (da viele Ladiner nicht schreiben und lesen konnten) abgeändert und modifiziert.
Hier finden Sie einige Leggenden zum lesen und warum nicht zum träumen... für Ihren nächsten Urlaub in den Dolomiten... wer weiß: Vielleicht finden Sie ja einen Schatz im Reich der Fanes.
Die Fantastiche Welt der Dolomiten

Die Fanessagen:
1 Moltina und das Reich der Murmeltiere
In einer Höhle der Hohen Gaisl lebte einst eine alte Gana. Jeden Morgen stand sie vor der Höhle und bewunderte den Sonnenaufgang.
Auch die Murmeltiere schlichen aus ihrem Bau und umkreisten sie. Eines Abends näherte sich eine junge Frau mit einem Kleinkind auf dem Arm. “Ach, du bist ja Molta”, schrie die alte Gana. Die todmüde Frau liess sich nieder, sackte zusammen und starb. Die Murmeltiere begruben sie in einem Felsriss. Die alte Gana nahm das kleine Mädchen zu sich und nannte es Moltina.


Die Fantastiche Welt der Dolomiten

Die Fanessagen:
2 Das Reich der Fanes
Der Prinz der Landrins begegnete der jungen Moltina, die mit den Murmeltieren aufgewachsen war, verliebte sich und heiratete sie.
Er brachte dem Fanesvolk die Kampfkunst bei und wurde zu seinem König ernannt. Die Soldaten bauten ihm am Fusse der Zehnerspitze ein
Schloss und malten ein weisses Murmeltier über dem Eingang. Das Fanesreich wurde gross und mächtigund das Volk lebte in Frieden, bis
der letzte König sich mit dem Adler verbündete, sein Volk verriet und das Fanesreich ins Verderben stürzte.


Die Fantastiche Welt der Dolomiten

Die Fanessagen:
3 Das Bündnis des letzten Königs der Fanes mit dem Steinadler
Die Fanes waren ein friedliches Volk und die Murmeltiere waren ihre Verbündeten. Gerade mit diesem heimlichen Bündnis wardas Fanesreich gross und stark geworden. Eines Tages ging der König auf die Jagd und fing einen jungen Adler, aber aus der Luft stürzte
sich der grosse Adler mit feurigem Schnabel und goldenen Krallen. “Gib mir meinen Jungen zurück”, sagte er, “und ich mache dich zum
mächtigsten König weit und breit.” Der König stimmte zu und der Adler, der in Wirklichkeit der König einer weitentfernten Insel war, schloss mit ihm ein Bündnis, das mit dem Tausch der Zwillinge besiegelt werden sollte.


Die Fantastiche Welt der Dolomiten

Die Fanessagen:
4 Die Zwillingsschwestern
Im Schloss kamen Zwillinge auf die Welt : Dolasila und Luianta. Amnächsten Morgen lag nicht mehr Luianta in der Wiege, sondern ein
junges, weisses Murmeltier. Wenige Tage darauf befahl der König, die Zwillinge bis zum Nuvolau zu tragen, wo sich der Adler einen der Zwillinge geholt hätte. Plötzlich liess sich der Adler mit den goldenen Krallen nieder, nahm aus dem Korb den seltsamsten der beiden Zwillinge und flog davon. Als er sich auf einem grossen Felsblock niederliess, lief das kleine Murmeltier weg und versteckte sich in einer Felsspalte.


Die Fantastiche Welt der Dolomiten

Die Fanessagen:
5 Spina de Mul - Edl de Net
Der Waffenträger des Königs kehrte zum Schloss zurück, als er vom fürchterlichen Schrei des Spina de Mul aufgeschreckt wurde.
Spina de Mul war ein gefürchteter Hexenmeister, der als halbverwesener Esel sein Unheil trieb. Plötzlich hörte der Soldat Schritte in der Nacht. Ein junger Bursche aus dem Nachbarland der Durans näherte sich ihm. Als Spina de Mul vor ihnen stand, schmetterte ihm der junge Duran einen Stein auf den Schädel, dass er bewusstlos zu Boden fiel. Für seine mutige Heldentat wurde er Edl de Net (Auge der Nacht) genannt. Im Kampf hatte Spina de Mul die Raiëta verloren, den verzauberten Edelstein, den er den Fanes entwendet hatte.
Edl de Net gab der Prinzessin Dolasila die Raiëta wieder zurück.


Die Fantastiche Welt der Dolomiten

Die Fanessagen:
6 Die Zauberei der Zwerge
Im Silbernen See über Canazei sollte ein wertvoller Schatz gewesen sein. Der König begab sich mit Dolasila und einigen Soldaten dorthin. Beim Graben stiess einer der Soldaten in einer Höhle auf wertvollen Schmuck und auf eine kleine, silberne Truhe, die einen schneeweissen Pelz und graues Pulver enthielt. Aus der Höhle kamen drei Zwerge, die den König anflehten, ihnen den Schatz nicht zu nehmen. Dolasila empfand Mitleid und gab den Zwergen die Truhe zurück. Diese baten Dolasila, das graue Pulver in den See zu streuen. So hätte der Schatz geblüht und die Zwerge wären somit befreit worden. Sie schenkten Dolasila den weissen Pelz, um daraus einen Harnisch zu achen. “Damit wirst du unbesiegbar sein”, sagten sie, “aber sollte sich einmal der Harnisch rot färben wie der Sonnenuntergang in den Dolomiten, dann ziehe nicht in den Kampf !”


Die Fantastiche Welt der Dolomiten

Die Fanessagen:
7 Dolasila als Kriegerin
Der Silberne See begann wirklich zu blühen, wie die Zwerge versprochen hatten. Die gesamte Fläche war mit silbernem Schilfrohr übersät. Ein Waffenträger des Königs schnitt zwölf Schilfrohre ab, um daraus dreizehn Pfeile für den Bogen Dolasilas zu bereiten. Die Pfeile waren so stark und treffsicher, dass der König alle Schilfrohre schneiden liess, um Pfeile für alle Kriege zu haben. So wurde der habgierige
König vom Kampffieber überwältigt. Dolasila ritt an seiner Seite mit ihrer schneeweissen Rüstung, mit dem Bogen und den silbernen,
treffsicheren Pfeilen. Ihren ersten grossen Sieg feierte sie am Kronplatz, denn dort oben wurde die Prinzessin Dolasila inmitten einer weiten Fläche weisser Alpenrosen zur Kriegerin gekrönt.


Die Fantastiche Welt der Dolomiten

Die Fanessagen:
8 Der Verrat des Edl de Net
Dolasila kämpfte mutig weiter und eilte von Sieg zu Sieg. Dies beunruhigte Spina de Mul, der überall Verbündete gegen das Reich der Fanes suchte. Dem Hexenmeister gelang es sogar, Edl de Net, den Prinzen der Durans, für sich zu gewinnen, aber unter einer Bedingung : Dolasila musste gerettet werden. An der Seite von Edl de Net stand Spina de Mul, der sich als Krieger verkleidet hatte. Auf einmal ertönten die silbernen Trompeten der Fanes. Die Krieger wurden von Dolasila angeführt. Die Prinzessin und Edl de Net kamen sich näher, blieben wie versteinert stehen und schauten sich tief in die Augen, ohne nach den Waffen zu greifen. Spina de Mul nützte den Augenblick aus
und traf Dolasila mit einem seiner verzauberten Pfeile. Die verwundete Prinzessin wurde vom Adlerprinzen in Sicherheit gebracht.


Die Fantastiche Welt der Dolomiten

Die Fanessagen:
9 Der verzauberte Schild und das Bündnis zwischen Dolasila und Edl de Net
Von einer Aguana erfuhr Edl de Net, dass Dolasila zum Kämpfen gezwungen wurde und dass sie einen fremden Krieger liebte, den sie ein einziges Mal gesehen hatte. Die Aguana sagte ihm auch, dass das Schicksal der Fanes gezeichnet war und dass sich Dolasila in Gefahr befand. Edl de Net wollte sie retten, aber er wusste nicht wie. Die Hexe Zicuta, die Schwester von Spina de Mul, schickte ihn auf den
Latemar, wo ihm die Zwerge einen so schweren Schild herstellten, den kein Anderer zu tragen vermochte. Auch der König stieg auf den Latemar und er wunderte sich, dass der Schild schon bereit war. Im Schloss konnte ihn kein Krieger heben. Eines Tages erschien im Schloss ein junger Fremdling, der den schweren Schild mit einer Hand hob. Der König nahm ihn auf, um Dolasila im Kampfe zu
schützen. Die Fanes zogen wieder in den Krieg und eilten von Sieg zu Sieg. Voraus ritt Dolasila, geschützt vom Schild, den Edl de Net trug.


Die Fantastiche Welt der Dolomiten

Die Fanessagen:
10 Der falsche König und der Tod von Dolasila
Dolasila hätte sich als Kriegerin zurückziehen wollen, aber der habsüchtige König wollte nicht loslassen. Um das unterirdische Reich der Aurona zu erobern, wob er heimliche Machenschaften mit den Nachbarvölkern. Somit entliess er auch den Schildträger Edl de Net. Eines Tages ritt Dolasila nachdenklich über die Armentarawiesen mit der Hoffnung, Edl de Net zu begegnen. Auf dem Rückweg zum Schloss schenkte sie ihre dreizehn verzauberten Pfeile dreizehn wilden Knaben, die Spina de Mul geschickt hatte. Der schneeweisse Harnisch der
Prinzessin färbte sich blutrot, und Dolasila dachte an die Weissagung der Zwerge. Jetzt wusste sie, dass ihr Schicksal gezeichnet war und so führte sie ihr Volk in den Tod. Die Volksstämme, die der falsche König mit List für sich gewonnen hatte, versammelten sich auf der Hochebene von Pralongià. Es gab eine harte und blutige Schlacht, und Dolasilla wurde von ihren eigenen Pfeilen tödlich verwundet. Der König der Fanes wollte zu seinem Schloss zurückkehren, aber seine Verbündeten hielten ihn gefangen und lachten über ihn. Er war ein falscher König, der sein eigenes Volk verraten hatte und zur Strafe wurde er versteinert. Der Übergang am Fusse des Lagazuoi heisst
heute noch Falzaregopass.


Die Fantastiche Welt der Dolomiten

Die Fanessagen:
11 Luianta und die Murmeltiere, die trotz des Verrates zurückkommen, um die Fanes zu verteidigen
Die letzten Krieger der Fanes konnten im Schloss Zuflucht finden. Vor der Königin erschien nun ein weissgekleidetes Fräulein. Es war
Luianta, die Zwillingstochter, welche die Königin den Murmeltieren, ihren heimlichen Verbündeten, gegeben hatte. Die Königinmutter
bat um Verzeihung, da sie den Pakt gebrochen hatte. Sie erzählte vom Bündnis mit den Adlern und vom Tausch des Zwilling-Murmeltieres.
Die Murmeltiere verstanden, verziehen ihr und erklärten sich zur Erneuerung des alten Bundnisses bereit. Luianta führte die Königin
zum Morin dai Salvans, wo die wenigen überlebenden Fanes aufgenommen wurden, um dort auf bessere Zeiten zu warten. Einmal im Jahr zieht ein schwarzes Schiff über den Pragser Wildsee. Auf dem Schiff sitzen die alte Königin und Luianta. Sie warten auf den Schall der silbernen Trompeten, welche die versprochene Zeit verkünden werden, die Auferstehung des mächtigen Reiches der Fanes.
 
 
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Autor: Call Oliver
 
 
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